In diversen Kommentaren und Blogfunktionen bei Artikel von Zeitungen und Magazinen trifft man immer wieder auf die selben Falschmeldungen, Unwahrheiten und Halbwahrheiten, die teilweise bashingmässig und demonstrativ eingestellt werden, um Stimmung gegen Elektromobilität zu machen.

Diese möchte ich hier gesammelt nach und nach wiedergeben und entkräften, um zumindest tatsächlich Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich zu informieren.

„Der Tesla kommt laut AMS (Auto Motor Sport)-Test bei konstant 120 km/h, 30 Grad und eingeschalteter Klimaanlage 184 Kilometer“

Dieser Blödsinn samt der späteren Korrektur durch AMS, dass es doch 258 km seien, hält sich bei Freunden der Erdöl-KFZs gut und wird der darauf verweisende Link immer wieder gepostet.

ABER: es ist falsch. Der Fehler bei AMS lag ja darin, dass man einerseits einen Tesla kühlte oder heizte und dann nur ein Stück im Kreis fuhr und dann (auch noch falsch) hochrechnete und beim zweiten Mal mit 120 km/h im Kreis fuhr. Fliehkräfte sind aber enorm. Auch wurde die Menge des verbrauchten Stroms am Zähler gemessen.

Hier die Widerlegung, wobei hier noch keine Model S mit Dual-Antrieb dabei waren damals:

Widerlegung AMS-Test

Faktisch kann man sagen, dass bei Kühlen und Heizen zwischen 0 und 40 Grad Außentemperatur natürlich die Reichweite sinkt, wie übrigens auch bei Verbrennern, gerade aber bei 120 km/h konstant wohl kaum unter 350 km zu liegen kommen, bei ebenen Autobahnen wohl deutlich darüber liegt.

Erfahrungsgemäß kann ich nur sagen, dass bei eher wilder Fahrt auch 130+, leicht gebirgige Autobahnen wie in Österreich normal nach ca 250 km Fahrt eine Restreichweite von ca. 150 km verbleibt, erst letztens wieder über Semmering und Wechsel bei 10 Grad und Regen probiert.

Meiner Erfahrung nach drücken Gegenwind und Regen mehr auf die Reichweite als Temperaturen, gerade wo man bei kühlen Temperaturen das Winterpaket mit 5 geheizten Sitzen nutzen kann.

Jedenfalls konnten sich in der Praxis bisher keine Reichweiten unter 350 km bei gesetzlich zulässigen Geschwindigkeiten erreicht werden.

Wer bei Schneetreiben, Extremregen, schneeglatten Fahrbahnen mehr als 100 bis 120 km/h fährt, handelt eigentlich sowieso unverantwortlich.

Den Fall von – 20 Grad und Sonnenschein und schnee- und eisfreier Fahrbahn auf einer Autobahn hatte ich bisher nicht.

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